Im Papier

20170316_103626_BVor ein paar Wochen hatte ich einen wundervollen Tag im Fotostudio. Einige von Euch konnten es live miterleben auf meiner Instagram-Story. Anlässlich dieses wundervollen Tages hatte ich eine zusätzliche Papierrolle mitbestellt, auf der ich während des Shootings zeichnen konnte. Zum späteren Zeitpunkt durfte ich mich an dem Papier abarbeiten. Es knautschen, knicken, mich dahinter verstecken, es zerreißen und mich hineinfallen lassen. Es war eine 3 x 10 Meter lange Rolle, die am Ende des Tages komplett am Boden lag. Das Fotostudio sah zu diesem Zeitpunkt aus, als hätte eine Raubkatze darin gewütet.

Das gute, dicke, weiße Papier konnte ich nicht einfach so liegen lassen oder später gar in einen Müllcontainer stopfen. So nahm ich es mit, fuhr es noch einige Tage in meinem Auto spazieren und instruierte den Lieblingsmenschen, es nicht zu entsorgen. Obgleich der Wagen ohnehin wie ein kleines Müllauto aussah.

Das Papier blieb also. Und so schaffte ich es diese Woche in mein kleines Atelier. Die Papierbahnen waren schwer und sperrig, hartnäckig und – was ich am wenigsten gedacht hätte – sie waren laut.

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Ich schob da Papier auf einem Haufen zusammen, entzerrte es an mancher Stelle etwas und begann mit dem Handy, Fotos zu machen. Die Schichten von Weiß, die Schattierungen von Hellgelb bis hin zu Grau faszinierten mich. Ich stülpte das Papier unter Getöse immer wieder um und kroch schließlich ganz hinein.

Im Papier zu sitzen war eine ganz neue Erfahrung. Auch wenn der werte Betrachter meinen möchte, „jetzt hat sie völlig den Verstand verloren“. Aber nein, die Auseinandersetzung mit diesem wundervollen Material hat mich zutiefst inspiriert. Was am Ende herauskommen wird, kann ich noch nicht sagen. Der Anfang jedenfalls ist vielversprechend.

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Ich werde mit meiner Spiegelreflex an einem sonnigen Tag zurückkehren ins Atelier und noch einmal etwas hochwertigere Bilder schießen. Dann wird das Papier zerkleinert und verarbeitet.Derweil könnt Ihr hier schon mal einen kleinen Eindruck gewinnen, wie das so war – im Papier.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Sung-Hee für die Idee und den schönen Tag.

Herzliche Grüße und einen guten Start in die Woche wünscht Euch

Heike aus dem [wa]schatelier

 

2 Gedanken zu “Im Papier

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